Führerschein auf dem Fahrrad verloren

Es ist zwar eher seltener der Fall, jedoch kommt es immer wieder vor, dass Menschen Ihren Führerschein verlieren, wenn Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind. Oft ist es so, dass Sie zum Beispiel betrunken von einer Party nach Hause fahren wollen. Und wer hat das nicht schon Mal gemacht? Eigentlich ist es ja eine gute Sache, wenn man nicht mit dem Auto zur Party fährt, sondern mit dem Fahrrad! Die Polizei sieht dies jedoch ganz anders.

Betrunken auf dem Fahrrad

Angenommen Sie fahren mit dem Fahrrad zu einer Party und trinken dort Alkohol. Sie haben einen netten Abend und trinken vielleicht doch noch ein Glas mehr, als Sie vielleicht eigentlich vorgehabt haben. Und dann wollen Sie nach Hause, und der Weg ist eindeutig zu weit: oder es erscheint Ihnen zumindest so. Und da ist das Fahrrad bequem und praktisch und Sie fahren los. Wenn Sie dann in eine Polizeikontrolle kommen, haben Sie ein Problem.

Teilnahme am Straßenverkehr

Denn auch als Person auf einem Fahrrad unter Alkohol gelten Sie für die Beamten als ein Teilnehmer im Straßenverkehr. Und die Teilnahme am Straßenverkehr und der Konsum von Alkohol schließt sich vollständig aus. Zumindest, wenn Sie bestimmte Promillewerte überschritten haben. Führt man den Gedanken weiter, kann man sogar als Fußgänger als Teilnehmer am Straßenverkehr angesehen werden. Wenn Sie massiv unter dem Einfluss von Alkohol stehen und sich im Straßenverkehr gefährden (zum Beispiel wenn Sie über rote Ampeln laufen), dann könnten Sie auch zu einer MPU bestellt werden.

Gleiche Strafe wie betrunken im Auto

Mit dem Fahrrad ist die Sache klar: Sie werden vielleicht auch noch einige Fahrfehler begangen haben- Schlangenlinien fahren gehört dazu! – und schon können die Polizisten Sie bitten, einen Atem Alkohol Test zu absolvieren. Wenn Sie dann beim „Pusten“ bestimmte Grenzwerte überschreiten, ist ihr Führerschein weg! Die Grenzwerte sind übrigens analog zu denen, die auch beim Führen eines Kraftfahrzeuges gelten. Sie werden dann also Ihr Fahrrad nicht mehr führen dürfen und mit zur Wache gebeten, wo dann ein Amtsarzt Ihnen Blut abnimmt. Diese Werte sind dann auch gerichtlich verwertbar und werden Ihnen dann später im Strafbefehl zur Last gelegt.

Auch wenn dies für den ein oder anderen ungerecht erscheint: Sie sind auch auf dem Fahrer ein Teilnehmer am Straßenverkehr. Unter Einfluss von Alkohol auf dem Fahrrad können Sie auch massiv in den Verkehr eingreifen und sich und andere gefährden. Daher droht ihnen dann mitunter auch eine große Strafe. Und diese Strafe ist oft, neben der Geldstrafe und bestimmten Sperrfristen, je nach individuellem Fall, eine MPU.

Wenn eine MPU angeordnet ist

MPU bedeutet Medizinisch- Psychologische- Untersuchung. Diese wird angeordnet, wenn davon ausgegangen werden muss, dass die Betroffenen nicht mehr für die Teilnahme am Straßenverkehr geeignet sind. Und in dieser Prüfung, die ja auch „Idiotentest“ genannt wird, sollen dann die Menschen beweisen, dass so ein Verhalten nicht mehr vorkommt. In diesem speziellen Fall also: dass Sie nicht mehr unter dem Einfluss von Alkohol mit dem Fahrrad unterwegs sein wollen und dies auch nie mehr machen werden.

Das Vorgehen, was dann in der MPU wegen Alkohol auf dem Fahrrad auf Sie zu kommt, ist dann genau das gleiche, was auch bei einer MPU wegen Alkohol im Auto angewendet wird. Die Gutachterinnen haben auch kein Mitleid oder Verständnis oder sehen das Delikt als weniger schwerwiegend an. Es kommt darauf an, dass Sie einen Verstoß gegen das Gesetz begangen haben und jetzt dazu Stellung beziehen müssen.

Der Alkoholkonsum muss verändert werden

Und auch wenn Sie mit dem Fahrrad erwischt worden sind: Sie müssen sich zunächst Ihre Werte anschauen, die in Ihrem Blut gefunden wurden. Je nach dem, wie hoch diese sind, müssen Sie ein Abstinenzprogramm beginnen, und zwar für ein halbes oder ganzes Jahr. Alternativ müssen Sie Ihren Alkoholkonsum massiv umstellen. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn Sie geringe Promillezahlen im Blut aufweisen und Sie nicht schon mehrfach unter dem Einfluss von Alkohol aufgefallen sind. Wenn sie sich dazu entschließen, weiter zu trinken und dies auch in der MPU so angeben, dann müssen Sie auch in der Lage sein, vollkommen sicher anzugeben, dass Sie nicht mehr in ein solches Muster verfallen wie dieses, was Sie bei der Fahrt auf dem Fahrrad gezeigt haben, als Sie betrunken waren. Dies ist gar nicht so leicht und Sie müssen einige Dinge beachten, um die MPU dann zu bestehen.

Seltener Alkohol trinken

Einer dieser Punkte, die wichtig sind, wenn Sie weiter trinken wollen, ist zum Beispiel, dass Sie nicht mehr in der Regelmäßigkeit weiter Alkohol trinken sollten, wie Sie es vorher getan haben. Jedes Wochenende auf eine Party oder jede Abend das „Feierabendbier“ sind jetzt nicht mehr drin. Ein regelmäßiger Alkoholkonsum ist ein Zeichen dafür, dass Alkohol schon eine wichtige Rolle in Ihrem Leben übernommen hat, und oft schon ein Vorläufer von einem Missbrauch von Alkohol oder sogar einer beginnenden Abhängigkeit. Und um diesen Verdacht gar nicht erst aufkommen zu lassen, sollten Sie Alkohol nur noch in größeren Abständen trinken. Dies alleine reicht jedoch nicht aus.

Weniger Alkohol trinken

Denn es erscheint ja logisch, dass nicht nur die Häufigkeit, sondern auch die Menge deutlich verändert werden müssen. Hier ist es individuell wichtig, dass Sie Ihre individuellen Trinkmengen kennen und errechnen lernen, wie viel Sie trinken dürfen, so dass der Alkohol noch nicht so einen starken Einfluss auf Sie hat, dass Sie sich gar nicht mehr kontrollieren können. Hierbei kann und sollte Ihnen eine gute Vorbereitung auf die MPU helfen. In den Seminaren können Sie lernen, wie viel Sie noch an Alkohol zu sich nehmen können, dass Sie zum einen noch bei vollem Bewusstsein sind, und zum anderen die Gutachter auch zufrieden sind. Wenn Sie dies beachten, dann sind Sie bereits einen guten Schritt weiter. Eine weitere und umfassendere Vorbereitung ist dann nötig, damit Sie auch die anderen Frageblöcke in der MPU richtig beantworten können und schnell wieder den Führerschein bekommen können.

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