Fahren unter Alkoholeinfluss – MPU wegen Alkohol

Alkoholisiert im Auto erwischt worden

Es ist passiert- Sie sind mit Alkohol am Steuer erwischt worden. Dann haben Sie viele Konsequenzen zu tragen. Dabei ist es erst einmal vollkommen egal, warum sie noch gefahren sind. Was erst einmal zählt ist, dass sie Alkohol getrunken haben- ob auf einer Party, zu Hause oder nach Feierabend- und dann ins Auto gestiegen sind. Dadurch haben Sie zumindest eine Ordnungswidrigkeit begangen, und diese wird nun geahndet.

Wenn die Werte bestimmte Grenzwerte überschreiten, dann werden Sie sogar zu einer MPU aufgefordert. Diese Werte sind in den einzelnen Bundesländern verschieden und beginnen bei 1,1 Promille. Hier gehen die Behörden davon aus, dass der Einfluss des Alkohols auf Ihren Körper so massiv ist, dass Sie die wichtigen Funktionen, die für das Führen eines Fahrzeugs notwendig sind, nicht mehr richtig ausführen können. Und dabei ist ihr Gefühl oder die Einschätzung Ihrer Fähigkeiten gar nicht ausschlaggebend.

Auch kommen noch andere Strafen hinzu, wie zum Beispiel Geldstrafen oder Sperrfristen, die Sie einzuhalten haben.

MPU wegen Alkohol am Steuer – Ein Fallbeispiel

Das kennt wohl jeder: Mit dem Auto sind Sie zu einer Party gefahren, oder vielleicht nur zu einem netten Grillabend. Ihr Plan war, nur ein Bier zu trinken. Dann wurden es doch mehrere alkoholische Getränke. Der Heimweg ist weit und das Taxi vielleicht sehr teuer. Ähnliche Situationen kennen wir alle. Wenn Sie wegen einer ähnlichen Situation zur MPU müssen, finden Sie hier wichtige Informationen über die MPU wegen Alkoholkonsum beispielsweise während einer Party.

An Alkohol gewöhnt – und trotzdem gefahren?

Die meisten Menschen, die unter dem Einfluss von Alkohol im Auto erwischt werden, fühlen sich in der Lage zu fahren. Sonst wären sie schließlich auch nicht in das Fahrzeug gestiegen. Je besser und fahrtauglicher Sie sich fühlen, umso mehr wird sogar davon ausgegangen, dass Sie bereits in einer negativen Art und Weise an den Konsum von Alkohol gewöhnt sind.

Das bedeutet: wenn jemand regelmäßig trinkt, dann „verträgt“ er auch mehr. Und wenn das so ist, dann soll erst einmal geprüft werden, ob Sie das Alkoholtrinken noch unter Kontrolle haben. Dies ist eine Sache, die in der Alkohol MPU geprüft wird, jedoch nicht die einzige.

Betrunken das Gesetz übertreten

Dass Sie nicht unter Alkohol am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, ist Ihnen bekannt gewesen. Sie haben es jedoch trotzdem getan. Eventuell kann Ihnen sogar ein Vorsatz unterstellt werden: Sie haben ihre eigenen Bedürfnisse über das Gesetz gestellt. Ganz konkret war Ihnen zum Beispiel wichtiger, schnell nach Hause zu kommen, als sich an das Gesetz zu halten. Dass da die Polizei einmal genauer hinschauen möchte, ist ja verständlich. Sie haben in Kauf genommen, dass Sie erwischt werden- auch wenn Ihnen das nicht unbedingt absolut bewusst war in dem Moment.

Dieses Risiko wird übrigens von den meisten Menschen stark unterschätzt. Die meisten Menschen stellen irgendwann in Ihrem Leben mal eigene Bedürfnisse über das Gesetz- parken zum Beispiel kurz im Parkverbot, um eine Erledigung zu machen, fahren wenige Stationen mit dem Bus schwarz, um an ihr Ziel zu kommen oder fahren doch mal schneller, wenn sie sonst zu spät zu einem Termin kommen würden. Wenn Sie dabei erwischt werden, werden Sie auch bestraft, aber nicht so stark wie bei Fahren mit Alkohol. Dieses Delikt gilt als gefährlicher und schwerwiegender, und hat daher auch noch mehr Folgen für Sie.

Die Straftat genau erinnern

Die MPU will nun also schauen, warum Sie so ein, in den Augen des Gesetzes schwerwiegendes ,Verhalten an den Tag gelegt haben. Daher werden Sie in dem psychologischen Teil der Untersuchung meist zu Beginn ganz genau zu dem Delikt befragt, also der Fahrt unter Alkoholeinfluss. Denn das ist ja der Auslöser für den ganzen Prozess der MPU gewesen. Es ist wichtig, dass Sie sich möglichst genau erinnern und viele Details berichten. Zu erzählen „Ich habe mit Freunden Alkohol getrunken und wollte dann nach Hause fahren, dann bin ich erwischt worden.“ reicht hier nicht. Die Gutachterin wird Ihnen viele Fragen dazu stellen. Zum Beispiel könnte sie folgendes wissen wollen:

  • Warum haben Sie an dem Delikttag getrunken?
  • Wann haben Sie angefangen zu trinken?
  • Wie viel haben Sie von welchem Getränk getrunken?
  • Warum sind Sie noch ins Auto gestiegen?
  • Wie lange war die Strecke, die Sie nach Hause fahren wollten?
  • Wie weit sind Sie gekommen?
  • Warum sind Sie angehalten worden?
  • Haben Sie sich fahrtauglich gefühlt?
  • Haben Sie schon häufiger getrunken und sind dann gefahren?

All diese Fragen haben ganz unterschiedliche Hintergründe und geben der Gutachterin Aufschluss über Ihre Person. Darüber hinaus kann Sie direkt prüfen, ob Sie sich im Vorfeld mit dem Thema Alkohol und Ihrer Trunkenheitsfahrt beschäftigt haben. Dies ist wichtig für die MPU, die ja wie eine Art Prüfung zu sehen ist. Wenn Sie nicht gut vorbereitet sind, dann werden Sie auch nur mit geringer Wahrscheinlichkeit bestehen können.

Keine allgemeingültigen Antworten

Generell kann man allerdings nicht unbedingt von „richtigen“ und „falschen“ Antworten sprechen. Viele Menschen denken, dass es Antworten geben würde, die man einfach lernen könnte und dann würde man bestehen. Dies ist nicht so. Und das kann man an dem Beispiel der Deliktbeschreibung erkennen. Bei jedem ist es anders gewesen, jeder hat eine andere Situation und einen anderen Grund gehabt, warum er die Trunkenheitsfahrt begangen hat. So auch in Ihrem Falle. Es lohnt sich also, einmal in der Erinnerung zu kramen und zu schauen, welche Details sie noch erinnern können.

Hilfreich kann hier übrigens auch sein, sich den Strafbefehl anzuschauen- also die Post, die sie von der Polizei bekommen haben. Hier sind oft die Promillezahl und auch Uhrzeiten vermerkt, wann Sie erwischt worden sind oder wann die Blutentnahme war. Die Gutachterin hat diese Informationen auch vorliegen. Die Angaben, die Sie machen, sollten unbedingt und in jedem Falle mit denen übereinstimmten, die in dem Schreiben stehen.

Die medizinisch-psychologische Untersuchung wegen Alkohol – viele Fragen werden gestellt

Die Beschreibung des Deliktes und Ihres Fahrens unter Alkohol ist nur ein Teil der MPU. Viele weitere Themen werden gefragt werden, so zum Beispiel die Frage nach dem Trinkverhalten vor dem Delikt und danach, Ihren Gründen und tieferliegenden Ursachen für das Alkohol trinken und vieles mehr. Auch ein Wissensteil wird vorkommen, wo Ihr Wissen über den Auf- und Abbau von Alkohol oder die Wirkweise im Körper überprüft und gefragt wird.

Gut vorbereiten auf die Alkohol-MPU

Die MPU ist durchaus umfangreich und für viele Menschen eine Herausforderung. Es ist jedoch zu bewältigen, wenn Sie die richtige Unterstützung haben. Je früher Sie beginnen, sich mit dem Thema zu beschäftigen und je mehr Sie über sich nachdenken, desto besser. Sonst reicht es der Gutachterin vielleicht nicht aus, und Sie müssen noch einmal zur MPU gehen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer. Dieses Geld können Sie lieber in eine gute Vorbereitung investieren, dann können Sie auch schneller wieder am Straßenverkehr teilnehmen.

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