So können MPU Fragen beantwortet werden

Es ist sinnvoll, sich im Vorfeld der MPU mit möglichen MPU Fragen vertraut zu machen und diese schon einmal gehört oder gelesen zu haben. Das ist schon der erste Schritt zu einer erfolgreich bestandenen MPU. Als nächster Schritt ist es dann sinnvoll, sich in der MPU Vorbereitung damit zu beschäftigen, wie man die MPU Fragen dann auch beantworten muss. Und dies gilt in Bezug auf MPU Fragen zu Alkohol genau so wie für MPU Fragen zu Drogen oder MPU Fragen zu Verkehrsrecht.

MPU-Fragen richtig beantworten

Wer sich auf die MPU Fragen vorbereitet, macht einen großen Schritt zur bestandenen MPUUm die MPU Fragen richtig zu beantworten, muss man diese erst einmal kennen. Nicht jede Frage kann vorher abgesehen werden, aber viele MPU Fragen wiederholen sich in den einzelnen MPUs. Jede MPU ist jedoch ein individuelles Gespräch und unterscheidet sich von allen anderen. Ihr Fall ist ja schließlich auch ein ganz spezieller und keiner wird genau dasselbe Delikt begangen haben.

Die MPU Fragen in der Untersuchung müssen nicht alle „richtig“ beantwortet werden, es sollte allerdings keine Frage „richtig falsch“ beantwortet werden. Haben Sie in einem Fragenbereich nicht so ideal geantwortet, können Sie dies durch andere Bereiche ausgleichen. Es sollte insgesamt der Eindruck entstehen, dass Ihnen Ihr Fall vertraut ist, dass Sie das nötige Wissen zu Alkohol, Drogen oder Verkehrsrecht erworben haben und dass Sie entsprechende Lehren aus Ihrem Verhalten gezogen haben.

perfekte Antwort auswendig lernen?

Perfekte Antworten auf alle MPU Fragen im Vorfeld auswendig zu lernen führt in fast keinem Fall zu einer bestandenen MPU. Daher sollten Sie die Fragen ganz individuell durchdenken und mit Hilfe von professionellen Beratern aufarbeiten. Die Kunden, die „richtige“ Antworten im Vorfeld lernen vergessen oft, dass nicht immer an strengen Fragenkatalogen festgehalten wird- dies ist sogar in den seltensten Fällen so. Wenn Sie vorher nicht wirklich an sich gearbeitet haben, werden Sie auf diese Fragen dann keine Antwort wissen oder sich vielleicht wiedersprechen. Zusätzlich kennen die meisten Gutachter diese „richtigen“ Antworten bereits und werden dann entsprechend nachhaken, wenn Sie die selben Antworten an einem Tag immer und immer wieder zu hören bekommen.

Insgesamt gilt: Sie sollten so reden, wie „Ihnen der Schnabel gewachsen ist“, also nicht zwingend mit einem Psychologen-Deutsch ankommen, sondern authentisch und ehrlich und offen antworten. Dabei sollten Ihre Antworten widerspruchsfrei sein und vor allem auch glaubhaft und zu Ihrem Fall passend.

In ausführlichen Programmen zur MPU Vorbereitung können Sie alle Fragen einzeln durchgehen und Ihre Antworten dazu erarbeiten oder lernen. Sie werden dann noch besser verstehen, wann eine Antwort auf eine MPU Frage „richtig“ oder wann eine Antwort auf eine MPU Frage „falsch“ ist.

MPU Fragen falsch beantwortet und durchgefallen – Ein Beispiel

Lügen ist in der MPU oft ein Grund, warum Kunden durchfallen. Mit der Unwahrheit ist eine MPU Frage falsch beantwortet. Viele Kunden werden in der MPU durch Widersprüche, aber auch durch geringe Wahrscheinlichkeiten einer Lüge überführt. Wenn Sie also vorhaben, in der MPU zu lügen, dann wird ein Bestehen sehr schwierig. Oft finden sich in negativen Gutachten Antworten auf MPU Fragen wie zum Beispiel:

„Ich habe nie getrunken, nur am Delikttag!“

oder

„Ich habe am Delikt nur ein Bier getrunken!“

oder

„Ich habe in meinem Leben nie gekifft. Zwei Wochen vor dem Delikt habe ich angefangen!“

oder

„Ich habe nie unter Drogen am Straßenverkehr teilgenommen!“

Bei den ersten beiden Aussagen werden Sie aufgrund des Widerspruchs zu den Werten im Blut durchfallen werden. Diese waren bei einer MPU wegen Alkohol garantiert höher als sie es durch geringere Mengen Bier wären. Die Grenzwerte der Promillezahl, weswegen eine MPU angeordnet wird, sind so hoch angesetzt, dass sie einem höheren Konsum entsprechen. Daher wird dem Gutachter direkt klar sein, dass Sie nicht die Wahrheit sagen.

Bei den letzten beiden Aussagen werden Sie dadurch überführt werden, dass es einfach nicht wahrscheinlich ist. Ein Beispiel: auf eine „erwischte“ Fahrt kommen ca. 600 unerwischte Fahrten. Die Polizei hat einfach nicht so ein „Glück“, dass sie die Kunden beim ersten und einzigen Mal, und vielleicht dazu noch mit der größten Menge aller Zeiten, erwischt. Die Wahrscheinlichkeit spricht hier einfach gegen Sie. Die Gutachter werden dann bei dieser MPU Antwort zu dem Schluss kommen, dass Sie lügen.

Wer so etwas in der MPU behauptet, der wird kaum die Chance haben, genug gute Antworten zu geben, um diese Unwahrheit auszugleichen. Gleiches Gilt für die dritte Aussage: Dass jemand viele lange Jahre seines Lebens keinen Kontakt zu Drogen hatte, und erst in späteren Jahren plötzlich beginnt, ist sehr unwahrscheinlich. Die meisten Kunden haben ihren ersten Kontakt zu Drogen im Jugendalter. Sich hier eine Geschichte auszudenken, geht fast immer schief.

Wenn Sie also die MPU bestehen sollen, dürfen Sie nicht beim Lügen ertappt werden. Dann werden Sie direkt durchfallen. Es lohnt sich also vielmehr, sich mit seinem eigenen Verhalten auseinander zu setzen und seine Fehler offen einzugestehen und dann auch die entsprechenden Lehren daraus zu ziehen.

Schwere MPU Fragen : So vermeidet man falsche Antworten

Nicht jede Antwort auf eine MPU Frage ist gut, manche Antworten werden dafür sorgen, dass Sie durchfallenDie Fragen in der MPU sind breit gefächert. Manche MPU Fragen können direkt und ohne Vorbereitung von fast allen Menschen beantwortet werden. Andere Fragen hingegen sind schwierig und nicht leicht.

Zum einen handelt es sich hier um die Wissensfragen, die in der MPU auftauchen. Ob das die Frage nach der Wirkungsweise von Cannabis oder den Auf- und Abbau von Alkohol ist – ein gewisses Wissen über Ihren Suchtstoff sollten Sie, wenn Sie zu einer solchen MPU aufgefordert sind, mitbringen. Falsche Antworten können nur durch Lernen der Inhalte in einer professionellen Vorbereitung vermieden werden. So sollten Sie sich zum Beispiel bei einer Alkohol MPU mit der Berechnung der Blutalkoholkonzentration vertraut machen oder bei einer MPU wegen Cannabis mit den THC-Werten und den THC-COOH-Werten beschäftigt haben.

Ebenso als schwierig erlebt werden zum Beispiel die MPU Fragen nach der Rückfallgefährdung oder den Konsummotiven, also Fragen, wo es um Sie ganz speziell und Ihren Konsum geht. Dies sind spezielle Themenkomplexe, die Sie nur durch eine Auseinandersetzung mit Ihrer eigenen Person unter Hilfestellung eines guten MPU Coaches erarbeiten können. Wer hier die richtigen Antworten geben möchte, der muss sich mit seinem Fall beschäftigen. Auch hier hilft ein Auswendiglernen nichts, da die Fragen und auch die richtigen Antworten viel zu individuell sind. Diese schwierigen MPU Fragen sind meist auch der Teil, in dem viele Gutachten dann negativ werden.

Falsche Antworten

Falsche Antworten können Sie also nur vermeiden, wenn Sie Ihr Fehlverhalten aufarbeiten.

Gleiches gilt im übrigen auch für die MPU wegen Verkehrsrecht. Hier müssen auch die Motive für das wiederholte Fehlverhalten erarbeitet werden, was meist ohne Vorbereitung von den Kunden nicht beantwortet werden kann. Wer macht sich schon dazu Gedanken, wenn er nicht dazu gezwungen wird, wie durch den Verlust des Führerscheins? Keiner. Daher sind diese MPU Fragen auf den ersten Blick oft sehr schwierig.

Insgesamt können alle Fragenbereiche der MPU Fragen ganz leicht und verständlich werden, wenn Sie verstehen, wie die MPU läuft und worauf Sie achten müssen. Dabei brauchen Sie allerdings Hilfe. Aber wenn Sie die Vorbereitung abgeschlossen haben, werden Ihnen selbst die kniffeligsten MPU Fragen nichts mehr anhaben können und Sie werden diese nicht mehr als schwierig erleben.