MPU wegen Drogen: mit Kokain im Auto erwischt

Kokain und Auto fahren, passt das zusammen? Einige werden bestimmt nicht auf Anhieb diese Frage verneinen, denn Kokain hat ja wie alle Amphetamine eine besondere Funktion im Körper und sorgt dafür, dass sich die Konsumenten leistungsfähiger und fitter fühlen. Zumindest ist dies für einige Zeit nach Konsum der Fall und oft ja auch die erwünschte Wirkung. Daher könnte auch der Verdacht nahe liegen, dass der Konsum von Koks und die Teilnahme am Straßenverkehr gar nicht unbedingt sich gegenseitig ausschließen.

Kokain macht fahruntauglich

Und doch ist dies absolut der Fall. Wie jede andere Droge sorgt auch Kokain für deutliche Einschränkungen im Bereich der Funktionen, die auch für das Auto fahren wichtig sind. Auch wenn Sie es gar nicht merken und sich sogar noch besser fühlen. Gerade das kann es mitunter noch gefährlich machen, weil sich Menschen dann auch stark überschätzen können. Direkt nach dem Konsum steigen jedoch die wenigsten ins Auto, und dieser Fall ist auch eher selten bei der MPU anzutreffen. Viel häufiger sind andere Verläuft von Delikten.

Längere Abbauzeiten als Alkohol

Da Kokain nicht wie Alkohol relativ zügig abgebaut wird, sondern über eine längere Zeit im Körper verbleibt, werden die meisten Menschen unter Restwerten erwischt, die noch immer verstoffwechselt werden und dafür sorgen, dass der Urin bei der Probe dann positiv ausschlägt. Es kann zum Beispiel folgender Fall eintreten: jemand konsumiert am Wochenende Kokain, und fährt erst einmal kein Auto. In der Mitte der Woche will er dann doch eine Erledigung machen und gerät dabei routinemäßig in eine Polizeikontrolle, welche auch auf Drogen testet. Gibt er hier eine Probe ab, wird er wahrscheinlich mit zur Wache gebeten, da das Koks noch immer in seinem Organismus ist. Es wird also angenommen, dass der Mensch noch immer unter dem Einfluss von Drogen steht- auch wenn das nicht bekannt oder bewusst ist- und daher nicht Auto fahren darf. So passiert es vielen Personen, dass Sie auch unwissentlich den Führerschein verlieren.

Koks gehört zu den harten Drogen

Denn werden illegale Drogen in Ihrem Körper gefunden, so hier Kokain, ist es ziemlich sicher, dass Sie zu einer MPU aufgefordert werden. Ob der Konsum lange zurück liegt oder am Vortag stattgefunden hat, ist der Führerscheinstelle nicht wichtig. Sie haben so die Strafe zu tragen und müssen auch direkt den Konsum einstellen. Die Werte, die in Ihrem Blut gemessen werden, spielen für die geforderten Abstinenzzeiten tatsächlich eher eine untergeordnete Rolle: da es sich um eine „härtere“ Droge handelt, wird die Forderung entsprechend hart ausfallen.

Vorbereitung auf die MPU direkt beginnen

Dann ist es nicht nur wichtig, dass Sie schnell ein Abstinenzprogramm beginnen, sondern Sie sollten auch direkt mit der MPU Vorbereitung beginnen. Diese ist für das Bestehen der MPU von Vorteil, gerade weil Sie sich nicht nur mit Ihrem Konsum, sondern auch mit vielen anderen Dingen rund um Amphetamine, Kokain und illegalen Drogen beschäftigen müssen. Da es sich aber nicht um eine außergewöhnliche Droge handelt, wird die MPU auch nicht außergewöhnlich schwer sein; Sie müssen halt hier nur genau erklären können, warum Sie zu harten Drogen gegriffen haben und warum Sie der Überzeugung sind, es nicht mehr zu tun. Hierbei können Ihnen die Experten einer MPU Beratung helfen.