EU Fuehrerschein - MPU Vorbereitung online - MPU Fragen und Antworten -

Alles über den EU Führerschein

Wer zur MPU muss, der kann schnell auf die Idee kommen, statt der MPU lieber einen EU-Führerschein zu machen. Der gilt schließlich in der ganzen EU und ist meist deutlich günstiger und stressfreier als die ganze Medizinisch Psychologische Untersuchung.

Doch worauf muss man achten?

Fakten rund um den EU Führerschein

Der EU-Führerschein kann in jedem beliebigen Land der EU erworben werden. Du musst dann nach den geltenden Gesetzen des jeweiligen Landes eine Fahrprüfung ablegen. Und schon hast du wieder einen Führerschein!

Und dieser Führerschein ist dann tatsächlich in jedem Land der EU gültig. Du darfst damit fahren.

Allerdings gibt es eine ganz wesentliche Einschränkung.

Deutschland spielt nicht mit

Deutschland ist ja bekanntlich das einzige Land mit einer MPU. Und wenn du zur MPU musst, dann bedeutet dies vor allem eines: Es bestehen „Zweifel an deiner Fahreignung“.

Im Klartext bedeutet das, dass du einen Fehler im Straßenverkehr gemacht hast. Dieser Fehler war in den Augen des Gesetzes so schwer, dass erst geprüft werden soll, ob du so etwas öfter machst. Du bekommst also eine Aufforderung zu einer Untersuchung, der MPU (Medizinisch Psychologischen Untersuchung).

Dort soll dann genau das überprüft werden:

  • Hast du es schon öfter gemacht?
  • Wird es wieder passieren?
  • Bist du eine Gefahr für die Straße?

Diese „Zweifel an deiner Fahreignung“ bleiben so lange bestehen, bis du sie ausgeräumt hast. Das bedeutet: Bestehst du die MPU, darfst du wieder fahren.

Ein Beispiel: Jemand ist mit Cannabis aufgefallen. Der Führerschein wird entzogen. Es stellt sich die Frage: Kifft er immer noch? Wird er wieder bekifft Autofahren? Durch einen EU Führerschein wird diese Frage nicht beantwortet. Das kann nur die MPU. Vermeidet er die Untersuchung, bleiben diese Fragen offen. Da hilft auch keine Führerscheinprüfung in einem anderen Land.

Bestehst du die MPU nicht oder machst du sie nicht, bleiben diese Zweifel bestehen. Also:

Solange du die MPU nicht machst, darfst du in Deutschland nicht Auto fahren.

Und zwar auch nicht mit EU-Führerschein! Mit diesem darfst du zwar in der gesamten EU fahren, nur nicht in Deutschland!

Eine Straftat!

Besorgst du dir einen EU-Führerschein und fährst damit in Deutschland, passiert oft erstmal nichts. Du kommst wahrscheinlich eher selten in Kontrollen. Und wenn du in eine Polizeikontrolle kommst, werden oft die Hintergründe nicht gecheckt.

Viele unserer Kunden sind lange Zeit mit dem EU-Führerschein gefahren, ohne dass es aufgefallen ist.

Wird aber dein Fall bei einer Kontrolle intensiv überprüft, fällt den Polizisten die ausstehende MPU ins Auge. Und wenn das passiert, gibt es Ärger.

Denn dann stellen sie fest, dass dein Führerschein zwar in allen anderen Ländern gültig ist, aber nicht in Deutschland. Und damit machst du dich des Deliktes „Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis“ schuldig.

Und dann hast du ein Problem. Denn in einigen Bundesländern handelt es sich hierbei immer um eine Straftat, und nicht „bloß“ um ein verkehrsrechtliches Delikt.

Warum ist es eine Straftat?

Eine Straftat, und damit ein viel schwerwiegenderes Delikt, ist es deshalb, weil du vorher gewusst hast, dass es nicht erlaubt ist. Und wenn man weiß, dass etwas verboten ist, und es trotzdem macht, dann begeht man eine Straftat.

Wenn du weißt, dass man nicht klauen darf, aber trotzdem im Laden etwas einsteckst, ist es eine bewusste Handlung und wird damit entsprechend streng verfolgt.

Weil viele Menschen nicht wissen, dass es verboten ist, haben manche Kunden „Glück“ und bekommen „nur“ einen verkehrsrechtlichen Vermerk. Bei anderen ist das Fahren ohne Fahrerlaubnis dann im Polizeilichen Führungszeugnis vermerkt.

Was bedeutet das für die MPU?

Auf die MPU hat diese Tat dann auch massive Auswirkungen. Denn zusätzlich zu der Tat, die dir ursprünglich zur MPU geführt hat, kommt jetzt auch noch eine strafrechtliche Fragestellung hinzu. Du hast dann also eine „doppelte Fragestellung“ in der MPU. Diese doppelte Fragestellung kostet dich mehr Geld, ist aufwändiger in der Vorbereitung und somit schwieriger zu bestehen.

Zeit verlieren durch EU Führerschein

Viele Kunden ärgern sich im Nachhinein, dass sie den EU Führerschein gemacht haben. Sie haben nicht nur Geld verloren, sondern auch wertvolle Zeit. Neue Sperrfristen erwarten sie, und sie müssen mehr Zeit für die MPU Vorbereitung aufbringen. Die Zeit, in der sie ohne Führerschein sind, ist noch viel länger. Und damit ärgern sie sich auch länger.

Die Gerüchtekiste

Viele Seiten im Internet locken mit dem EU-Führerschein. Es werden Fälle aufgezählt, wo alles glatt gegangen ist. Es wird hartnäckig behauptet, dass die MPU mit dem EU-Führerschein umgangen werden kann.

Irgendwelche Beispiele von Menschen werden weitergetragen, die angeblich selbst vor Gericht gewonnen hätten und die MPU jetzt niemals machen müssen. Was für ein Traum! Und damit locken sie Kunden in ihre Angebotsfalle. Damit wird eine Menge Geld gemacht.

Sicher mag es manche Fälle geben, wo ein findiger Anwalt sich etwas Schlaues hat einfallen lassen. Aber dies ist nicht die Regel. Ich habe in meiner nun über 10-jährigen Zeit als MPU Beraterin unzählige Kunden gesehen, die wegen eines EU-Führerscheines mit einem recht komplizierten Fall vor mir saßen.

Insiderinfos!

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Ein Fallbeispiel

Ich möchte den Fall von Savas Ö. erzählen, der in unsere Beratung kam. Er hatte ein Delikt wegen Fahren unter Alkoholeinfluss. Er war mit 1,6 Promille erwischt worden. An sich also ein relativ einfacher und schnell zu bestehender Fall.

Er wollte aber nicht zur MPU und hatte keinen Bock auf das Abstinenzprogramm. Total verständlich. Wer hat das schon? Und dann hatte er eine Menge Gerüchte über die MPU gehört. Das wollte er nicht mitmachen.

Also kaufte er sich in Polen einen Führerschein, den er an einem Wochenende in der Tasche hatte. Den EU Führerschein aus Polen hatte ihm ein Freund empfohlen.

Über ein Jahr fuhr er damit durch Berlin und dachte schon gar nicht mehr an die MPU. Bis er in einer einfachen Routinekontrolle plötzlich aufflog.

Er besorgte sich direkt einen Anwalt, der ihm versprach, ihn rauszuhauen. Der Anwalt legte Widerspruch ein, und Savas hatte wieder Hoffnung.

Der Prozess zog sich lange hin. Irgendwann in der Zeit wurde Savas klar, dass er doch zur MPU muss. Er konnte diese aber noch nicht mal beantragen, da er noch im Widerspruchsverfahren war. Solange man im Widerspruch ist, sagt man ja „Ich habe das nicht gemacht!“. Und wenn man die MPU beantragt sagt man im Prinzip „Ok, ich habe den Fehler gemacht und will ihn jetzt beseitigen.“. Deswegen kann man während eines laufendes Verfahrens sonst keine Schritte unternehmen.

Die Zeit verging, und schließlich kam das Urteil. Zwar konnte Savas nicht nachgewiesen werden, dass er es bewusst gemacht hatte, aber es blieb ein verkehrsrechtliches Delikt. Er sollte zur MPU. Schon wieder. Oder eher: immer noch.

Das Ganze hatte ihn nicht nur viel Zeit gekostet, sondern auch sehr viel Geld. Der Anwalt war nicht günstig gewesen. Er verdiente zwar mit seinem Back-Shop nicht schlecht, aber so viel blieb dann auch nicht übrig.

Also kam er zu mir in die Beratung. Wir mussten nicht nur das Alkholdelikt besprechen, sondern auch das verkehrsrechtliche Vergehen.

Und der Gutachterin zu erklären, dass man unbedingt nicht zur MPU will und sich deshalb einen EU Führerschein aus Polen kauft, ist nicht so leicht. Denn das sagt ja schon eine Menge über die Einstellung zur MPU aus. Und in der Medizinisch Psychologischen Untersuchung soll man schließlich einsehen, dass die MPU einen Sinn hat.

Nach 14 Stunden Vorbereitung und noch einmal fast einem ganzen Jahr Vorbereitungszeit (Savas fing erst dann mit dem Abstinenzprogramm an), bestand er endlich die MPU und durfte wieder Fahren.

Einen EU-Führerschein aus Polen hat er keinem seiner Kumpel empfohlen. Einige davon hatte ich dann auch vor mir sitzen, und die hatten ihren Führerschein deutlich schneller zurück.

Was du jetzt tun kannst

Wenn du also gerade vor der Frage stehst: „Reicht ein EU Führerschein?“, dann lass dich nicht von deiner Angst vor der MPU oder den Gerüchten rund um die Medizinisch Psychologische Untersuchung leiten.

Hol dir lieber erst ein paar Informationen zu der MPU. Dazu schenken wir dir unser kostenloses E Book „Der Weg zur bestandenen MPU“. Dann hast du schon einen Überblick, was da überhaupt passiert.

Informationen darüber, wie man die MPU bestehen kann

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Wichtig!

Zusammenfassend sind für dich folgende Dinge wichtig zu wissen:

  • Wenn du zur MPU musst, dann darfst du in Deutschland nicht Autofahren.

  • Die MPU wird dann angeordnet, wenn du einen Fehler gemacht hast. Solange die Gutachter nicht davon überzeugt werden, dass du ihn in Zukunft nicht mehr machst, bleibt die MPU Auflage bestehen.

  • Die MPU muss erst gemacht werden, um wieder Autofahren zu dürfen.

  • Ein EU Führerschein gilt in der gesamten EU, aber nicht in Deutschland (wenn du dort zur MPU musst).

  • Wirst du mit dem EU Führerschein erwischt, ist dies manchmal sogar eine Straftat.

  • Ein EU Führerschein hilft nicht, die MPU zu umgehen.

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