MPU wegen Drogen

Wenn bei Ihnen eine MPU wegen des Konsums von illegalen Drogen angeordnet ist, dann kommen vielfältige Schwierigkeiten auf Sie zu. Damit haben Sie vielleicht gar nicht gerechnet, als Sie erwischt worden sind. Vielen Menschen ist es sogar gar nicht klar, dass Sie unter dem Einfluss von Drogen standen. Und doch müssen sie jetzt die Strafe antreten.

Individuelle Werte sind wichtig

Wie es zu dem Delikt gekommen ist, ist erst einmal gar nicht so wichtig. Für die Führerscheinstelle ist es vor allem interessant, wie die Werte sind, die in Ihrem Blut gemessen wurden. Je nach Drogen gibt es teilweise Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen, oder auch Abbauwerte, die in einem bestimmten Rahmen liegen müssen. So kann bei geringen Werten zum Beispiel zunächst ein fachärztliches Gutachten gefordert werden. Ist das nicht der Fall und die Werte sind zu hoch, dann wird ziemlich zügig eine MPU angeordnet. Und wenn diese angeordnet ist, sollten die Betroffenen schnell handeln und Hilfe von Experten in Anspruch nehmen. Und hier ist nicht immer unbedingt ein Rechtsanwalt gemeint – oft haben diese gar keinen Erfolg und verzögern auch den Prozess der Neubeantragung und Durchführung der MPU. Es ist vielmehr gemeint, dass Sie sich informieren, wie Sie welche Schritte nun in Angriff nehmen.

Abstinenzprogramm schnell beginnen

Als erstes sollten Sie prüfen, ob ein Abstinenzprogramm in Ihrem Fall von Nöten ist. Das heißt, Sie sollten sich das Schreiben der Führerscheinstelle, also die Entziehung, genau durchlesen. Hier sind oft Werte vermerkt, die für die weiteren Schritte relevant sind. Generell kann man sagen, dass das Bestehen einer MPU nur mit einem Abstinenzprogramm in Bezug auf Drogen wirklich sinnvoll ist. Wo es allerdings Abweichungen gibt, ist in der Dauer, die belegt werden soll. Nicht bei jedem Wert oder jeder Auffälligkeit ist immer direkt notwendig, ein Jahr Abstinenz nach zu weisen. In manchen Fällen reicht es, wenn Sie ein halbes Jahr die Kontrollen durchführen.

Anerkannte Labore wählen

Suchen Sie sich ein Institut, welches die Abstinenz belegen darf. Dies kann der Hausarzt nicht leisten. Er kann Ihnen zwar Blut oder Urin abnehmen und diese in seinem Labor untersuchen lassen. Die Begutachtungsstellen erkennen diese jedoch nicht als Beleg an. Die Untersuchungen müssen immer unter forensischen Bedingungen geschehen und in anerkannten Laboren ausgewertet werden. Hier gilt: je früher Sie das Programm beginnen, desto früher können Sie auch zur MPU! Denn die Zeit, die das Programm läuft, müssen Sie in jedem Falle abwarten. Daher sollten Sie dies als erstes machen und es nicht auf die lange Bank schieben. Beachten Sie allerdings folgendes: bei einem regelmäßigen Konsum bleiben die Substanzen lange im Körper, auch wenn Sie nicht mehr konsumieren. Das heißt, Sie können immer noch Drogen in Ihrem Körper haben, weil diese erst abgebaut werden müssen. Mitunter können Sie also nicht direkt nach Ende des Konsums mit dem Programm beginnen. Ein Schnelltest aus der Apotheke kann Aufschluss darüber geben, aber keine absolute Sicherheit.

Schneller die Drogen aus dem Körper schwemmen?

Versuche und Tricks, die Drogen schneller aus dem Körper zu bekommen, gibt es übrigens nicht. Es gibt viele Gerüchte, zum Beispiel dass Zitrone oder viel Schwitzen oder ähnliches den Abbau der Reste von Drogen in Ihrem Körper beschleunigen könnten. Dies ist tatsächlich nicht der Fall. Jeder Körper braucht überdies hinaus noch eine unterschiedliche Zeit, um sich vollständig von den Drogen zu befreien. Diese Zeit müssen Sie leider abwarten, bevor Sie die erste Probe für das Abstinenzprogramm abgeben können. Bei einem langen Konsum kann das schon mal Monate dauern, bis Sie dann vollkommen drogenfrei sind.

Viele Drogen werden überprüft

Die Labore untersuchen übrigens nicht nur auf die Droge, die Sie am Delikttag konsumiert haben beziehungsweise die in Ihrem Blut gefunden wurde, sondern es werden eine Vielzahl an verschiedenen gängigen und verbotenen Substanzen geprüft. Hierzu zählen Cannabis, Kokain, Opiate oder Benzodiazepine, aber auch andere Drogen. Daher sollten Sie auf alle illegalen Drogen verzichten, wenn Sie ein Abstinenzprogramm machen. Die Proben und Ergebnisse müssen nämlich alle sauber sein, also in Bezug auf alle Drogen, sonst müssen Sie wieder ganz von vorne anfangen, so dass Sie nur noch länger auf den Führerschein warten müssen. Und das wollen Sie schließlich in keinem Falle.

Hier finden Sie weitere Informationen über die MPU wegen Cannabis und die MPU wegen Kokain.

Auch den psychologischen Teil bestehen

Wer das Problem mit der Abstinenz geklärt hat, der hat schon den größten Teil des medizinischen Bereiches in der MPU in der Tasche. Schwieriger wird es hingegen, auch den psychologischen Teil zu bestehen. MPU bedeutet ja Medizinisch Psychologische Untersuchung, und somit werden auch beide Bereiche dann durchgeführt. Gerade in dem psychologischen Teil haben die meisten Menschen ohne eine fachkundige Vorbereitung kaum eine Chance zu bestehen. Das liegt nicht an persönlicher Intelligenz oder der Tagesverfassung der Gutachterinnen, sondern daran, dass Sie sich einfach nicht mit der Materie beschäftigt haben und gar nicht wissen, was gefragt wird und was da auf Sie zu kommt. Und dann ist es wie bei jeder Prüfung: habe ich mir den Stoff vorher nicht angeschaut, habe ich kaum eine Chance, zu bestehen.

Eine gute Vorbereitung in Anspruch nehmen

Wenn die Fragestellung in der MPU sich auf Drogen bezieht, dann müssen Sie ganz spezielle Fragen beantworten, die zum einen Ihr Wissen in Bezug auf Drogen, aber auch Ihre persönliche Vergangenheit mit Drogen zum Gegenstand haben. Und hier sind auch erst einmal alle legalen und illegalen Drogen gemeint, und dann natürlich auch ganz speziell die Drogen, die bei der Auffälligkeit in Ihrem Blut gefunden wurden. Das ist für die Betroffenen oft eine Menge Arbeit, sich damit zu beschäftigen und sich zu erinnern. Ganz ohne Hilfe und Anleitung ist das auch oft eine Aufgabe, die viel zu lange vor einem hergeschoben wird oder die dann auch gar nicht in Angriff genommen wird. Mit einer guten Vorbereitung haben Sie die Unterstützung, die Sie dafür brauchen und können sich zielgenau und passend auf die Fragen und Themenfelder vorbereiten.

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